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4.1 Die hauptsächlich beteiligten Abteilungen Geschäftsbereich Stromverteilung/ - vertrieb (S) Der Geschäftsbereich betreibt in Hamburg unter marktwirtschaftlichen Bedingungen ein wettbewerbsfähiges und kundengerechtes Stromverteilungsnetz und trägt mit seinem vertriebswirtschaftlichen Instrumentarium dazu bei, daß das Ansehen der HEW in der Öffentlichkeit einen hohen Stand erreicht. Die Abteilung Geschäftskunden (SG) akquiriert neue Kunden, betreut und berät im Sinne eines aktiven Vertriebes die vorhandenen Kunden, mit denen ein Elektrizitätsversorgungsvertrag oder eine Sondervereinbarung abgeschlossen wurde, in allen Vertrags-, Anwendungs-, Anschluß- und Versorgungsfragen aus einer Hand. Abteilung Energiemeßtechnik (SE): Die Abteilung Energiemeßtechnik (SE) bearbeitet und betreut für alle Geschäftsbereiche der HEW AG unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die in HEW- und den Kundenanlagen installierten Geräte für die Abrechnung, Steuerung und Datenfernübertragung von elektrischer und thermischer Energie bzw. Leistung. Sie führt Sondermeßaufgaben in Strom- und Fernwärme-Kundenanlagen für die Kundenwerbung/Energieberatung sowie für die Beanstandungsklärung durch. Die Abteilung "Verkaufabrechnung" (SV) ist verantwortlich für die wirtschaftliche und kundenorientierte Abrechnung aller Strom- und Fernwärmelieferungen sowie für die Einhaltung der vertraglichen und gesetzlichen Bestimmungen. Für die Zusammenarbeit der Abteilungen muß die räumliche Trennung berücksichtigt werden: Die Abteilung SE hat ihren Sitz in Bramfeld, wohingegen alle anderen Abteilungen in der City Nord (Entfernung ca. 5 km) angesiedelt sind.
4.2 Grobanalyse der Auftragsbearbeitung Innerhalb der Abteilung SE, im Fachbereich Elektrizitätszähler gibt es folgende Auftragsarten:
Die Beanstandungsbearbeitung wird von diversen Auftraggebern ausgelöst und hier im Weiteren besonders betrachtet. Innerhalb der Abteilung Energiemeßtechnik sind drei Sachgebiete mit der Beanstandungsbearbeitung betreut:
Da die Strommeßanlagen je nach Leistungsbedarf des Kunden immer größer und komplexer werden, verlaufen die Prozesse etwas unterschiedlich. Dies betrifft hauptsächlich aber die technischen Tätigkeiten vor Ort. Diese sind hauptsächlich nicht betriebswirtschaftlicher Art und werden deshalb bei der Analyse etwas zurückgestellt. Der Schwerpunkt dieser Geschäftsprozeßanalyse liegt auf den organisatorischen Abläufen vor und nach dem Außendiensteinsatz.
Einige Zahlen zur Übersicht:
4.3 Feinanalyse der Beanstandungsbearbeitung Im Rahmen der Istaufnahme wurden mehrere Interviews geführt, um die bestehenden Arbeitsabläufe zu verzeichnen. Zu jedem Interview wurde ein Fragebogen (siehe z. B.: "SEEX2" - Anhang III) herangezogen, um systematisch die Art der Tätigkeit zu erfassen. Da die Befragten fast ohne Ausnahme, außer ihrer Tätigkeit in der Beanstandungsbearbeitung, noch weiteren Aufgaben nachgingen, erlaubte die Interviewform flexibel auf die Besonderheiten der betreffenden Position einzugehen. Außerdem ermöglichte die Interviewform sich vor Ort ein Bild über die Richtigkeit der Aussagen machen zu können. So konnten zum Beispiel vorhandene Karteien, Formulare und Ordner persönlich eingesehen werden. Im Durchschnitt dauerte ein Interview zwischen 1 und 2 Stunden, meist nahmen zwei Personen, mit ähnlichem Aufgabengebiet daran teil. Durch die sich dabei entwickelnde Gesprächsdynamik war es relativ leicht, ein fließendes Gespräch aufrecht zu erhalten, und dieses dann immer wieder auf Fragen im Fragebogen zurückführen zu können. Durch die Zusammenfassung in kleine Gesprächsgruppen liefen die Interviews sehr effektiv ab (Zeitersparnis für den Interviewer, für die Firma, sowie für die Befragten). Zu jedem Interview wurde ein Gesprächsprotokoll (siehe: z. B. "SEEX2" - Anhang III) erarbeitet und nach der Istaufnahme mit den Beteiligten verifiziert. Die Modellierung wurde komplett computergestützt mit einer Universitätsversion der Software ARIS EASY DESIGN vorgenommen. Diese Software ist ein kleiner Ableger der Software ARIS-Toolset, der Firma IDS Prof. Scheer GmbH. Um den Istzustand mit Hilfe von ereignisgesteuerten Prozeßketten erfolgreich darstellen zu können, sind vorher bestimmte Konventionen (Richtlinien) festzuhalten. Dies sind Modellierungskonventionen und Grafikkonventionen. Abbildung 5: Ausschnitt aus "IST Lagerarbeiten" - Anhang XIII Folgende Objekt- und Beziehungstypen (Kantentypen) werden verwendet: Funktionen werden als Rechtecke mit gerundeten Ecken dargestellt. Ereignisse werden in Form von Sechsecken abgebildet. Organisationseinheiten werden in Ellipsen gezeichnet. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Organisationseinheiten nur angezogen, wenn ein Wechsel zwischen den Abteilungen aufgezeigt werden soll. Für Dokumente, Ordner, Datenbanken usw. gibt es eigene Symbole, die jeweils einer Funktion zugeordnet sind. Zur Verbindung dienen Konnektoren, die in Form eines Kreises symbolisiert werden. Sie definieren die logische Verknüpfung der Objekte. Die Kanten werden in Ablaufrichtung durch gestrichelte Pfeile dargestellt. Funktionen, die in sich als abgeschlossen betrachtet werden können, werden in Form einer Hinterlegung abgebildet. Dies dient vor allem der Übersichtlichkeit (z. B. "Gerät zur Vorprüfung"). Innerhalb von Aris können diese Hinterlegungen durch (rechte Maustaste - Hinterlegungen öffnen) gestartet werden. Eine Hinterlegung wird durch ein Modellsymbol an der rechten unteren Ecke symbolisiert.
Abbildung 6: Hinterlegung Zur Übersichtlichkeit wurde darauf geachtet, daß parallele Prozesse auch grafisch parallel angeordnet wurden. Die Geschäftsprozesse wurden für jedes Sachgebiet in Form von ereignisgesteuerten Prozeßketten (siehe: "Istzustand BA SEEX2" - Anhang VIII, "Istzustand BA SEEX3" - Anhang IX, "Istzustand BA SEE21" - Anhang X, sowie den Hinterlegungen: "Gerät zur Vorprüfung" - Anhang XI, "Befundprüfung" - Anhang XIV) generiert und im Anschluß mit den beteiligten Mitarbeitern verifiziert. |
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