Endstation Kabul: Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht


 
Um Gottes willen, bloß die Finger weg von dem Buch, James Bond kann sich schon mal frisch machen, Achim Wohlgethan ist da...
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(REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Endstation Kabul: Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht (Broschiert) Also zunächst einmal, ich danke allen vorhergehenden Autoren der Rezensionen, man sieht genau, wer mal Soldat war/ist und wer nicht. Da ich selbst aktiver Offizier dieser Armee bin, würde auch ich gern ein paar Worte über das Buch fallen lassen.
1. Finger weg! Das Geld würde einer karitativen Organisation besser stehen und nicht die Tantiemenkasse eines völlig in seiner Fantasie lebenden ehemaligen Stabsunteroffiziers füllen.

Zu dem Buch selbst:
Sicherlich haben sich alle Missstände, Vorfälle, Unglücke und Anschläge dort ereignet, sicherlich auch in der Zeit, in dem StUffz Wohlgethan da war (niemand wird das je überprüfen können). Aber niemals war StUffz Wohlgethan an allem wie beschrieben beteiligt. Wer Kinder zur OP nach Deutschland schickt, Lebensmittel verteilt, mit allen illustren Geheimdiensten dieser Erde kooperiert, Kommandosoldat ist/wird, ein lockeres tete-a-tete mit dem KSK feiert, sich einen Namen beim KCT macht udn gleichzeitig noch bei allen Anschlägen mittendrin statt nur dabei ist, ist kurz gesagt nicht von dieser Welt.
Meine Güte, warum hat es StUffz Wohlgethan nicht schon eher gegeben?
Ich bitte meinen ironischen Ton zu entschuldigen, aber mich hat jede Seite dieses Buches extrem angebrochen. Wer auch nur einen Tag über die Grundausbildung hinaus in dieser Armee gedient hat, weiß, dass das alles so hanebüchend ist.
Ein 36jähriger StUffz? (ja nee, is klar, hab ich zwar noch nie in 7 Jahren Dienstzeit erlebt, aber bei ihm war das dann wohl die vielgerühmte Ausnahme)
Ein nicht genau beschriebener Dienstposten im Ausland, der einem eine freie Verwendung nach eigenem Gutdünken und Interesse ermöglicht? (auch das hat es und wird es in der Bundeswehr allein aus versicherungsrechtlichen Gründen nie geben)
Wohlgemerkt, der Mann ist/war Stabsunteroffizier. Das bedeutet, er steht auf der Skala der Unteroffiziere sehr weit unten, das passt alles hinten und vorne nicht.
Wohlgethan zählt eine endlose Reihe von Infanterie- udn Speziallehrgängen auf, von denen etliche, das weiß ich selbst, nur schwer, und wenn dann mit langer Vorbereitung zu bekommen sind, schon allein aus Kapazitätsgründen. Komischerweise galten die normalen Regeln der Behörde Bundeswehr bei Wohlgethan da nicht. Er hat alle Lehrgänge nahtlos zugewiesen bekommen, hat sich bei keinem verletzt und alle bestanden. Also mir persönlich wurde bis jetzt die Ehre zuteil, den Einzelkämpferlehrgang I zu besuchen und dieser Lehrgang hat eine Ablöserate von 30-50% aufgrund von Verletztungen. Und das markiert noch nicht das Ende der Fahnenstange. Klar, dass bei Wohlgethan alles nahtlos und perfekt hingehauen hat.

Zu den anderen Rezensenten:
"Es erschließt sich auch logisch das Alter von Wohlgethan aufgrund seiner Laufbahn vorher", so oder so ähnlich war der Tenor eines Autors. Jetzt mal ehrlich, ein Soldat, der erst Wehrdienst macht, dann beim BGS ist, da langweilts ihn, dann geht er zur Legion, die ja für ihre Spaziergangs-Ausbildung bekannt ist und nebenbei wird er noch Hubschrauberpilot, was ja auch im Handumdrehen zu schaffen ist??? Das hat nichts mit Abneigungen gegen Fallschirmjäger zu tun, aber mir fällt dazu nur eines ein: Schuster bleib bei deinen Leisten.
Tja, zusammenfassend kann man nur sagen, es regt mich wahnsinnig auf, dass es da jemanden gibt, der sich als Autor bezeichnet und mit Pseudo-angeeignetem Wissen und der Unwissenheit eines Großteils unserer Bevölkerung über Afghanistan reichlich Geld verdient.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 15. Juni 2008
Kundenrezensionen:
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