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Der Beginn aller Suche
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Das Ende aller Suche (Broschiert) Wer schon lange auf der Suche ist (in welcher Form auch immer) dürfte über die Verheissung dieser Schrift erfreut sein. Das Ende aller Suche immerhin verspricht der Titel. Wenn es schon nicht klappt mit dem Visualisieren meiner besseren Zukunft und meiner Bestellung beim Universum, die offenbar verschlampt wurde, so könnte ich wenigstens diese lästige Suche beenden. Ein Zitat auf der ersten Seite lässt mich wieder Hoffnung schöpfen: "Wenn ihr Glauben hättet so gross wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiss dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen" (S.3) Also offenbar würde das mit der Realitätsgestaltung schon klappen, wenn ich genügend Glauben hätte. Vielleicht verrät mir der Autor an späterer Stelle, wie ich's machen soll. Das Leben ist ein Traum, genauer gesagt "dies alles ist dein Traum" (S.23) . Oje, jetzt hab ich mir das alles auch noch selber eingebrockt! "Wovon träumst du? Was möchtest du erleben?" fragt mich der Autor auf Seit 25. Und ich hab schon gedacht mein jetztiges Leben sei bereits mein Traum - Glück gehabt! Doch moment, es ist zwar schon mein Traum, aber halt nur der Traum als unerleuchtetes Ich. Offenbar weiss der Autor um eine Möglichkeit, ein Geheimnis, um mir einen besseren Traum (als Quelle des grossen Traumes, oder wenigstens als erleuchtetes Ich)zu erträumen Aber Vorsicht, zuerst gut überlegen! Darum fragt mich der Autor erneut: "Was möchtest du wirklich erleben?" (S.27) Und zur Sicherheit - bevor er mir wohl das Geheimnis verrät: "Was?" (S.28) Muss ich jetzt wirklich schon die ganze Liste meiner Wünsche erstellt haben? So geht es mir immer, in diesen Büchern mit gut gemeinten Übungen, ich überspringe die Übung und blättere schon mal weiter - ich will ja schliesslich endlich das Geheimnis kennen, möchte wissen wie ich erleben kann, was ich wirklich will. Und dann der Schock: "Geh und erlebe es!" sagt mir der Autor als Schlusswort. Puh, das hat gesessen! Es ist genau so, wie die von der Werbung es immer sagen: "Lebe deinen Traum", "Just do it"! Aber das ist doch genau das, was ich bisher versucht habe. Manchmal mit Erfolg, öfters ohne. Nach Antworten suchend, lese ich auf der letzten Seit dieses Büchleins: "Worte ersetzen nur den Glauben in dich selbst". Die einhundertsiebenundvierzig Worte, die ich auf eine Antwort hoffend gelesen habe, sind, so Hermann R. Lehner, fast schon zu viel. Darum gibt es vom selben Autor auch noch das Büchlein "Erläuterungen zu Das Ende aller Suche"! Allerdings hat Herr Lehner die Anzahl der Worte für die Erläuterungen nicht mehr gezählt... Um es kurz zu machen: Mit dieser Schrift werden Hoffnungen geschürt, die sich um die Vorstellung drehen "Das was ist, ist noch nicht alles, ist noch nicht gut genug" Es ist die Idee, das verloren geglaubte Paradies wieder zu erlangen. Es ist genau diese Idee, die uns am Suchen bleiben lässt. Wer weiter suchen möchte, bestellt am besten die "Erläuterungen zu Das Ende aller Suche"
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 27. Januar 2010 |